Bearbeitet: 13.06.2016.


TELEPORTATION + TELEKINESE JA ODER NEIN.

Was ist TELEPORTATION? Ist die Fähigkeit, einen anderen Ort zu erreichen, ohne den dazwischenliegenden Weg zu nehmen.

Roman TIGER!TIGER! von ALFRED BESTER wird die Teleportation allein auf der Basis von Gedankenkraft ausgeführt. Ein Erlebnis hat dem Protagonisten die Persönlichkeit verändert, das ist die Grundlage der Fähigkeit.

Im DRACHENREITER-Zyklus von ANNE McCAFFREY teleportieren die Menschen in Einheit mit gewaltigen Drachen vom Planeten PERN. Eine weitere Möglichkeit ist die Quanten-Teleportation. Raumschiff ENTERPRISE benutzt sie um Raumfahrer auf Planeten zu BEAMEN. Also eine rein technische Angelegenheit.

Hindegen Die TELEKINESE ist eine Ortsveränderung von Gegenständen, von der Wissenschaft ebenfalls als Parapsychologie bezeichnet, mittels einem Medium.

Autor ALFRED BESTER, TIGER!TIGER!, GULLY FOYLE wird von der Besatzung des Raumschiffs VORGA im All zurückgelassen. Will er nicht sterben, muss er wohl oder übel Teleportieren. Er schafft es, und von unbändigem Hass getrieben, rächt er sich an der VORGA. Er entwickelt sich zu einem Superteleporter, der unglaubliche Strecken überspringen kann, zum TIGER, einem Killer, vor dem niemand sicher ist und den alle abstoßend finden, außer der psychotischen OLIVIA PRESTEIGN. Doch in FOYLEs Bewusstsein spielt sich ein gegenläufiger Prozess ab. Zunehmend von seinem eigenen Handeln abgestoßen, wird FOYLE zum BRENNENDEN MANN, der an seinem physischen Ich, der rohen Gewalt, zweifelt und sie schließlich überwindet.

Der BRENNENDE MANN wird zum Symbol für FOYLEs wachsende Bereitschaft zur Liebe, die den Tod des äußeren Superhelden, des Außenseiters, mit sich bringt und die Geburt wahren Superheldentums ankündigt: geistige, emotionale, moralische und selbst ästhetische Überlegenheit.

In den letzten Kapiteln verschmelzen FOYLEs Supersinne seiner Wahrnehmungen zu völlig neuen Eindrücken, die BESTER mit stilistischen Tricks den Leser nachvollziehen lässt. Enigmatische Gestalten agieren vor einer bizarren Szenerie, und innerer und äußerer Raum treffen zusammen. Handlung im Grunde altbekannt: GRAF VON MONTE CHRISTO, Alexandre Dumas. Lediglich die innere Dimension, die Entwicklung zu einem übermenschlichen Wesen und doch zu einem BRENNENDEN MANN. Nachwort von UWE ANTON, über Leben und Werk von ALFRED BESTER.

Autor IAN WATSON, THE FLIES OF MEMORY, dt. 1991, DIE FLIEGEN DER ERINNERUNG, der Autor hebt die Skurrilität auf den Thron der Unterhaltung und malt diesen Roman reichlich damit aus. Der Protagonist Charles befasst sich beruflich mit Körpersprachen und arbeitet für das Verteidigungsministerium. Er wird angesetzt auf das Pyramiden-Raumschiff der Aliens, die in Gestalt von Fliegen auf dem Sankt Peter in Rom gelandet sind, um die sprachliche Verbindung zu kitten. Diese Fliegen beherrschen das Kopieren und wahlweise Entstehen von Gebäuden oder ganzen Bauwerken.

Auf diese Methode und der Art der Antriebsweise der Pyramide sind die Menschen scharf. Die Sprache der Fliegen ist unverständlich, aber man kommt durch Charles überein, dass einige wenige Menschen in die Pyramide dürfen, um den Mechanismus des "Erinnerns" kennen zu lernen. Man führt Charles in einen solchen Erinnerungstank und er kommt in Berührung mit einer gewaltigen Drüse, die ihr Handwerk trieb. Dieser Saft der Drüse speichert die Erinnerungen. Die Fliegen liefern sie ihr ab.

Sie sind wohl am besten betitelt mit dem Begriff: Biologische Maschinen. Charles wurde Wissen zuteil über die Fliegen und die innere Struktur der Pyramide. Die Drüse ist eine universelle Informationskraft. Erinnern ist Kraft und Fortbewegung des Raumschiffs, eine Art Teleportation mit Gedankenkraft.

Autor CLIFFORD D. SIMAK, Der Meister der SF, dt. RAUMSTATION AUF DER ERDE, bis heute Superkolorit und Spannung geblieben. Der Hauptheld des Textes, Enoch Wallace, 134 Jahre alt, war im amerikanischen Bürgerkrieg, hat im Jahr 1974, also nach 110 Jahren im Dienst immer noch das geheime Amt eines Aufsehers über eine Teleportations-Station inne, von der kein Mensch weiter etwas weiß. Nur die "Galaktische Zentrale" hat Kenntnis. Sie ist der Erbauer. Seine altersmäßige Entwicklung, seine gebliebene Jugendhaftigkeit, sind den wenigsten Leuten im Umkreis bekannt. Sein Haus besteht aus fantastischen Maschinen, besteht aus Vorrichtungen die Aliens als Ziel des Transports und Zwischenstation aufnehmen.

Der Chef der irdischen Raumstation führt Tagebuch über alle Dinge und Wesen die hier ankommen und weiter geschickt werden. Die Maschinerie, Materialisatoren und Tanks, dienen der Teleportation. Enoch betreut verschiedenste Aliens. Enochs Haus ist die einzige Transitstation auf der Erde. Seine Erlebnisse sind nur solche mit fremden Wesen. Die Anlage dupliziert die Körper der fremden Wesen und sendet sie atomisiert, wie auch deren Vitalkraft. Das zurückgebliebene Original im Tank, nicht mehr lebensfähig, wird danach restlos aufgelöst. Makaber, aber die Idee von SIMAK. Eines Tages aber, stirbt ein Alien bei ihm im Tank, ohne Kopie, er begräbt ihn mit Totenstein und Widmung.

Dieses zusätzliche Grab neben den seiner Eltern fällt dem schnüffelnden, doch verständnisvollen Geheimdienstmann Lewis auf, und nachts gräbt er den Toten aus, lässt ihn in Labors untersuchen. Sie erkennen, er ist nicht von dieser Welt. Doch dieses Ereignis kommt der "Galaktischen Zentrale" zu Ohren, und der Weiterbestand der Station wird von ihnen in Frage gestellt. Jedoch die Sachlage geht gut für Wallace aus. Die Station besteht weiterhin.

SIMAK war ein begnadeter SF-Autor. Die SF-Staffage seiner Geschichten bleibt bis in die weite Zukunft aktuell. Entgegen manchem anderen schnellen Autor, der zeitnahe Dinge in die Storys einbaut, hatte SIMAK einen Spürsinn für zukunftträchtige Abläufe und Dinge, die er trotzdem mit geläufigen und verständlichen Worten charakterisieren konnte. Seinen Figuren hauchte er mit natürlichen Worten Leben ein. Das Seitenmaß seiner Texte überstieg kaum 200 Seiten.