Bearbeitet: 29.09.2016.


SELTSAME LEBENSFORMEN. Ob schwarze lebende Wolken, ob Gestalt-Wandler, ob lebende Planeten, die 2Meter-Wesen - die AUTOREN glühen vor Einfälle.

AUTOR STANLEY G. WEINBAUME war ein überraschender außergewöhnlicher "Prägnator" für Schöpfungen von Nicht-Humanoiden, gekennzeichnet meist durch Äußeres der Wesen, oft approximiert durch Lebensumständen, durch Umwelt, angepasst. Ein Riese wird ein Zwerg und umgedreht. STANLEY G WEINBAUM führte wohl die Gestaltwandler und Vampire in das SCIENCE FICTION Geschehen. AUTOR FRED HOYLE erfand die lebende schwarze Wolke. POUL ANDERSON erfand den Nebel, welcher über Orte Intelligenz streute. Und andere Gedankenströme der Autoren.

Die Phantasie vermag mehr nachzuvollziehen als die Natur hat. Aber es gibt Terran da Natur großzügiger ist als die Phantasie. AUTOR IAIN BANKS, schrieb 1987 in England die Space Opera CONSIDER PHLEBAS, dt. 1989 BEDENKE PHLEBAS. Dies Buch galt damals ohnegleichen als beste Unterhaltung.

Intellektuell-anspruchsvollen Leser werden meist bedient durch studierte AUTOREN. Die SCIENCE FICTION hat verschiedene Grade und bringt dadurch wohl jeden Leser der SCIENCE FICTION seiner Bücher nahe. Und Literatur ist der Zeit unterworfen wie alle Dinge. Eine Space Opera bleibt immer ein Abenteuer. SPANNEND oder Langweilig. Wenn der Schreibstil und die Elemente der Sprache noch toll sind, dann hat der Buchkäufer gewonnen.

Werke IAIN BANKS, das IMPERIUM KULTUR, in Form der TASCHENBÜCHER, und humane Lebewesen. Die Space Opera schlechthin beschäftigt sich mit intelligenten Raumschiffen, mit Aliens, Super-Computern, eigenartigen Planeten, und seltenen Charakteren. Der Gestalt-Wandler HORZA, die Hauptfigur, als seltsame Lebensform.

STANLEY G WEINBAUM war sozusagen Schöpfer vieler Spezies. HORZA hängt zu Anfang geknebelt an der Wand. Das Wasser steht ihm direkt am Mund. Und BALVEDA, die KULTUR-Agentin sucht ihn auf, will sich ein derartiges Exemplar MENSCH ansehen. Es herrscht Krieg zwischen der KULTUR und den IDIRANERN. Und HORZA ist gefährlich für die KULTUR, denn er steht im Dienst der IDIRANER. Letztere sind übrigens eine fürchterliche Rasse. Zwei bis drei Meter groß und auf drei Beinen. Brutal und dominierend. Sie sind die wirklichen Krieger.

Die Handlung kurvt um ein intelligentes Schiffshirn, das zur Steuerung von Kriegsschiffen der KULTUR eingesetzt wurde. Sein Gehäuse (Schiff) wurde von Kampfschiffen der IDIRANER bedrängt, und vernichtet, und es floh daraufhin auf SCHARs Welt, einem Planeten eigenartig-niedriger Wesen. Die KULTUR bemüht sich, das Gehirn wiederzukriegen... doch HORZA will es ebenfalls ... und die IDIRANER wollen es auch ... ein Roman herrlicher Spannung.

Autor ANDREAS BRANDHORST, Space Opera Trilogie 1.Band DIAMANT, 2.Band DER METAMORPH, Schauplatz ist Planet Kerberos. Der gentechnisch erzeugte und programmierte Organismus Metamorph, das ETWAS gezüchtetes "Kampf-Instrument" des ehemaligen Konsortiums, entkommt seinen Mördern in der Stadt Chiron. Eklund, Heiler eines religiösen Ordens, nimmt den vom ETWAS zum Jungen mutierten Raimon in die Zitadelle auf, sieht in dessen Erziehung seine religiöse Mission. Raimon, die geformte Kampfmaschine, tötet zwei Heiler die er als Gegner erkennt, ein Akt der seine innewohnende Macht und Vielfachheit dem Leser verdeutlicht. Dazu nutzt Raimon, von der Programmierung her getrieben, seine Möglichkeiten als Gestalt-Wandler. Insgesamt ist das Buch gleichzusetzen mit der Priorität seiner menschlichen Entwicklung.

Alle Nebenhandlungen gruppieren sich um diese Figur RAIMON, zeigen den Menschen-Jäger LUTOR, den ehemaligen Imperiumsdiktator VALDORIAN, die Temporalen, die schlafenden Omnivor und Konzilliat, zwei Artefakte auf dem Grund des Sees, die einst vor Milliarden Jahren abgestürzten Schiffe. Die Ausgeglichenheit auf Kerberos ruht in den Händen von KiTamarani - der Weltseele. Sie vermittelt die Balance zwischen Gut und Böse, die seit der Flucht der Temporalen nicht mehr gegeben ist. Raimon wendet sich infolge des Einflusses von Eklund gegen seine innewohnende Programmierung, die Hilfe des Mandala zeigt den Weg ins Elysium zu KiTamaran, die von ihm aktiviert wird ...

Ein weiterer Zeitkrieg der Temporalen muss verhindert werden (3.Band). BRANDHORST stellt einen Roman nicht-außergewöhnlicher Abenteuer vor, und hat doch Teile denen Neuheit anhaftet, rekrutiert einen Gestalt-Wandler neuen Lebens, benutzt nebelhaft gezeichnete Lebensformen um Ursächliches zu erklären, geradezu in der Fassung von Fantasy-Elementen. Der Roman ist interessant und spannend. Ergänzt von Glossar und Chronologie sind dem Leser Mittel in die Hand gegeben, jederzeit Übersicht zu haben.

Autor FRED HOYLE, Kosmologe, nutzt Wissenschaften für den SF-Roman THE BLACK CLOUD, dt. 1970 DIE SCHWARZE WOLKE. Ein Roman über eine seltene gewaltig-große Lebensform unserer Galaxie. Eine Wolke, wie auch POUL ANDERSON eine intelligente Wolke beschrieben hat. Der englische Physiker JOHN MCNEIL übergibt am Ende seines Lebens im Jahr 2020 einen verschlossenen Dokumentarbericht an den jungen Astronomen BLYTHE, der sich sofort in die fachliche Lektüre vertieft. Spannende Fakten.

Das Erscheinen der Schwarzen Wolke. Englische Astronomen bemerkten im Sternbild Orion eine Dunkle Wolke und berechneten neugierig geworden deren Bahn. Zum Erschrecken der Fachleute führt ihr Weg in einigen Wochen in das irdische Sonnensystem. Die Regierungen handeln unschlüssig. Schließlich wurde das Wissenschaftler-Städtchen Nortonstowe gegründet. Ein Ort, der sich nur mit der Wolke beschäftigte. Man ermittelte ihre Eigenschaften. Zusammensetzung, Wärme und Beschleunigung.

Je näher die Wolke kam, geschahen schreckliche Stürme, mordende Überschwemmungen und panische Tumulte. Die Wolke war da. Ein Viertel der Menschheit starb aufgrund ihrer wochenlangen Wärmewirkung. Und man erkannte, die Wolke lebt. Die Astronomen suchten den Kontakt, der auch eintrat. Die Politiker ließen Raketen mit Wasserstoffbomben in die Wolke schießen. Jedoch die Wolke wusste sich zu schützen. Waren die Politiker erfolgreicher, oder die Wissenschaftler, jedenfalls gab sie nach Wochen zu erkennen, dass sie weiter reist, zuvor lehrte sie die Menschen ihr Wissen-Aneignungsprinzip. Die Erde hatte ein Großteil ihrer Bevölkerung verloren, aber war um eine Weisheit reicher.

Die Beschreibung des Ereignisses und der Aufbau der Geschichte ist etappenartig formuliert, ein logischer "Roter Faden". Ein so riesiges Wesen zu "schaffen", mag dem Autor natürlich vorkommen, der Leser empfindet die Umarmung der Wolke mit den Menschen der Erde, bei einer Sterberate von 50% der Menschen, heute wohl recht brutal. Die Idee ist ordentlich ausgearbeitet, nur die technischen Beigaben sind kaum vorwärts drängend in die Zukunft extrapoliert. Konnte man doch sicherlich 1957 von späteren Computern mehr erwarten als Papierstreifen zu drucken. F.H. erklärt mit den Mitteln von 1957 ein Phänomen der phantastischen Zukunft. Ein typischer 200-Seiten-Roman, dessen Figuren einen knappen Charakter sehen lassen.