Bearbeitet: 11.08.2016.


Methoden LANGLEBIGKEIT und UNSTERBLICHKEIT.

ERLÄUTERUNGEN. LANGLEBIGKEIT - ein erwünschter Fakt manches Protagonisten in der Science Fiction seit Anbeginn der Existenz solcher Texte. Erzielt durch Drogen oder einfach Tabletten, durch bestimmte Nahrung oder mystische Umstände. Durch Verbesserung der Lebensbedingungen. Durch technische Elemente, d.h. Ersetzen der Organe und des Fleisches durch metallene und elektronische Systeme - zu sogenannten Cyborgs, auch Androiden. Durch Einsetzen des Bewusstseins und der Seele in neue Körper, Klone oder auch Roboter und Androiden. Die Science Fiction ist wahrlich nicht zimperlich bei der Auswahl des Instrumentariums.

Autor JOHN WYNDHAM, 1960, Roman TROUBLE WITH LICHEN, dt. 170, ÄRGER MIT DER UNSTERBLICHKEIT, ein älterer Biochemiker und Forscher, Eigentümer einer Firma der Produktion biologischer Verfahren, entdeckt mit seiner jungen Angestellten die deutlich lebensverlängernde Wirkung einer asiatischen Flechte. Verbunden mit der finanziellen Erkenntnis, damit reich zu werden, begründet die junge Angestellte anfangs allein ein Schönheitsinstitut und probiert heimlich die Flechte aus, währenddessen der ältere Biochemiker sich anderen Forschungen widmet. Die vermutete Wirkung der Flechte stellt sich bei ihr tatsächlich ein. Die Presse erfährt davon und damit beginnt ein panikartiger Rummel. Die Vorkommen der Pflanze reichen aber nur zur Behandlung einiger tausend Leute.

Dies ist das "Schwert", welches Vernichtung drohend darüber hängt. Die Fortsetzung des Romans gedeiht ins kriminalistische Fach. Das Unternehmen des Biochemiker wird durch Brandstiftung vernichtet, gleich zweimal. Und nach langen Wirren und Zweifel behält man das Geheimnis unter sich, die Wissenden dieser Geschichte heiraten trotz Altersunterschied. Damit bleibt das Geheimnis - das Antigeron - in der Familie. John Wyndham setzt die richtigen Worte zur Charakterisierung von Personen und Handlungen. Das Buch ist ein Konzentrat gegen jegliche Langeweile. Ist eines der frühen Werke per Pille die Langlebigkeit zu erreichen.

J.W. untersucht in "Ärger mit der Unsterblichkeit" den Fall einer äußerst profitablen und dabei seltenen Entdeckung - deren ideenartige Wirkung Menschen prägt, wenn es um Faktoren wie Lebensverlängerung geht, die alles in den Schatten stellen. Die Evolution des "neuen Menschen", des Homo tiuturnus wird angetippt. Die Möchtegern-großen-Zeitungen benutzen dabei alle erdenklichen Mittel um die Auflage und damit den Gewinn zu erhöhen. J.W. widmet sich leider mehr den Randbedingungen eines solchen Ereignisses, als dem Zustand selbst.

Autor ROBERT A.HEINLEIN, 1970, I WILL FEAR NO EVIL, dt. 1995, DAS GESCHENKTE LEBEN, Johann Sebastian Smith sitzt im Rollstuhl, ist sehr alt geworden und reich. Er will, dass sein Gehirn, das noch völlig intakt ist, in einen jungen Körper verpflanzt wird. Eines Tages passiert die Operation. Lange Wochen verweilen Körper und Hirn in einem Anpassungsprozess, dessen Ziel die Steuerung von Augen, Ohren, Nase, Beinen, Armen ist. Sein Anwalt, der neben den Ärzten diese OP kennt, hat seine Geliebte, die Eunice, die Sekretärin von Smith, durch einen an ihr vollzogenen Mord, verloren.

Und genau diesen Körper hat Smith bekommen. R.A.Heinlein schildert die Gegebenheiten und Folgen in knapp gehaltener lustiger Art um den Leser mögliche Wahrheit zu bieten, aber ebenfalls Spannung. Nach Smiths Assimilation beginnen die Wochen des sich Findens in einem Frauenkörper, den Smith akzeptiert, denn LEBEN ist für ihn DAS HÖCHSTE GUT ALLER.

Smith nennt sich nun Joane Eunice Smith, der zweite Vorname aus Dank. Der Eintritt in das Leben besteht nun darin die juristische Identität festzulegen und zu beweisen. Darin unterstützt ihn sein Anwalt, dessen Gefühle Achterbahn fahren. Eunice liegt davor, zumindest körperlich. und die totale Bescherung dieser Geschichte ist die Geburt eines Kindes von Joane Eunice.

Es ist eines der schwungvollen Bücher über die Langlebigkeit durch Transplantation eines Gehirns in einen jungen Körper. Solange das Gehirn diesen Prozess mitmacht könnte beträchtliche Langlebigkeit durch junge Körper gewonnen werden. Die Machbarkeit ist fragwürdig. Dieses Heinlein-Buch liest sich trotz etwas krassen Thema recht geschmackvoll, ja angenehm.

Autor DAVID J. SKAL, 1988, ANTIBODIES, dt. 1990 ANTIKÖRPER. Vorwort von ASIMOV. TEXT: Mitglieder des "Kybernetischen Tempels" in Boca Verde, ohne diesen Ort zu kennen - Fleischgeborene - und sie gelobten, die Grenzen zwischen Mensch und Maschine aufzuheben. Stück für Stück sollte der fleischliche Körper durch künstliche Organe ersetzt werden um Unsterblichkeit zu erringen.

Nicht in der Zukunft erst, sondern jetzt, in einer noch unreifen Zeit, in Kalifornien. Wird es das Gesuchte? Oder nur Organ-Handel? Ein Psychologe will die Antworten kennen, er stellt sich als Deprogrammierer und war damit schon erfolgreich. Rückholen von Jugendlichen, die der Sekte in die Hände gefallen waren. Er entwickelte eine Kur gegen diesen Kult der Roboterisierung, die schlimmer ist als die Krankheit selbst.

Doch er verübt eine verbrecherische Handlung, die Infizierung der Hauptfigur Diandra mit tödlichen Bakterien, allein aus Rache, da sie seine Methode des Rückholens im Fernsehen bloßgelegt hatte. SKAL rührt das "Boca Verde" durch verschiedene Filter seiner Sichtweiten, seziert Ansichten und verwirft die Umwandlung in Maschinen. Er sieht die Probleme obszön nackt in ihrer Abstraktheit, was sagt die Moral, die Ästhetik und Ethik.

Andere Autoren sehen in dieser Bewegung oft die weiterentwickelte Menschheit, eine irgendwie vorgeschriebene Nuance der Evolution. Sie betrachten das Unsterblichwerden nur funktional, begeistern sich allein am Funktionismus. SKAL hat eine Nische im Unsterblichkeitsthema gefüllt, die absurd scheint und eine schreckliche Variante offenbart. Seine Übersteigerung der Dinge legt klar wie widerlich der Weg dorthin sein kann - dieses Erreichen der Unsterblichkeit, in einem Prozess des Ekels. Symptom einer kranken Kultur. Diandras Freundin Venus stirbt an diesem Konflikt, die Unsterblichkeit ist nicht der letzte Schritt der Vollendung des Lebens, auch Unsterbliche können sterben.

Autor ROBERT THURSTON, ALICIA, USA 1978, dt. 1982, ALICIA. Zukunft der USA. Voss ist ein Erneuerter. Ein Mensch dessen Bewusstsein und Seele in einen neuen, einen jungen Körper gesteckt wurden. Wiederholung ergibt Unsterblichkeit. Die Herrscher glauben, dadurch die Erhaltung der besten Eigenschaften der Menschheit zu garantieren. Ausgemusterte, die, die ihre jungen Körper geben müssen, die nicht die besonderen Eigenschaften haben, sind die Verdammten, sie sterben.

Eine verteufelte Welt. Jedoch Voss ist mit dem neuen Körper impotent. Der Ausgemusterte hat vor seinem Tod, sich derartig operieren lassen. Diese Problemlage sensibilisiert Voss auch für andere Dinge. Er lernt Unsterbliche kennen und solche die Unsterbliche hassen. Er schließt sich dem Untergrund St.Ethel an. Und es gelingt ihm, dem Geachteten, dem Helden der Wissenschaften, ein Hirn-Depot mit Hundertausenden Hirnen für Erneuerungen mit Freunden zu zerstören. Dabei wird er erschossen.

Und er wird für eine Erneuerung auf Eis gelegt. Denn von seiner Tat erfährt man erst später. Und nach 11 Jahren wird er erweckt, denn man braucht ihn und seine Kenntnisse über St.Ethel. Und THURSTON betrachtet den "Gegenstand" mit sehr viel Menschlichkeit.

Autor JACK VANCE, TO LIVE FOREVER, 1956, dt. 1983, KASTE DER UNSTERBLICHEN, Klappentext: "... das Zauberwort für alle, die in der Weltmetropole CLARGES einem einzigen Ziel nachjagen ist STEIGUNG, der Aufstieg in die Klasse der Unsterblichen. Nur wer es schafft, innerhalb der ihm zugebilligten Lebenszeit durch besondere Leistungen Punkte zu sammeln und in die nächsthöhere Kaste aufzurücken, hat eine Chance, eines Tages zu jener Oberschicht zu gehören, für die der Tod seinen Schrecken verloren hat".

Die Weltmetropole CLARGES hat 20 Mill. Einwohner, und hier lebt unser Protagonist GAVIN WAYLOCK, der unbedingt in die höchste Kaste aufsteigen will, was an und für sich sehr schwierig ist. Denn die Einwohnerzahl soll konstant gehalten werden. Und je mehr Unsterbliche in ihr leben, um so niedriger wird das Leben der anderen gestaltet. WAYLOCK war schon einmal in der höchsten Kaste, der Amarant, wurde jedoch verurteilt, da er wahrscheinlich ein Verbrechen begangen hat, dessen Nachweis mehr auf Vorurteilen beruhte. Von ihm wurde damals ein Replik (genaue Wiederholung) genommen, biologisch ganz wie der vorherige WAYLOCK, nur jetzt in der untersten Kaste. Und es passiert wieder, dass durch WAYLOCK ein Mensch zu Tode kommt, eine Frau des Amarant. Das von ihrem Abbild vor langer Zeit gefertigte Surrogat (ein nicht vollwertiger Ersatz in punkto Bewusstsein), wie es das Original besaß, nimmt die Nachfolge an in der Kaste der Amarant.

Und dieses Surrogat wird zum erklärten Feind des WAYLOCK. Sie sucht in dieser Auseinandersetzung Verbündete in der höchsten Kaste und schafft es schließlich als Krönung ihres Kampfes WAYLOCK bei einer alles entscheidenden Anhörung im Konzil in seinem getarnten Raum zu enthaupten.

JACK VANCE' Arbeit zu charakterisieren, hieße Bekanntes hundertmal erzählen, deshalb nur kurz drei Sätze. Er glänzt stetig mit einer Fantasie, die keinerlei Grenzen akzeptiert, und immer wieder kommt neues aus dieser Feder, die unser Lesebewusstsein fasziniert wie beste Süßigkeiten die Geschmacksnerven. Die malerische Ausgestaltung des Romans mit bunten Zukunftsdetails a la VANCE ist einzigartig. Nicht umsonst wird er als Meister der exotischen Detailbeschreibung benannt. JACK VANCE ist Kultautor der Science Fiction.

AUTOREN G S VIERECK + P ELDRIDGE, DER EWIGE JUDE, überlieferte Sagengestalt aus der Zeit Christie. Der E.J. darf nirgendwo ruhen, als Strafe dafür, dass er Christus bei dessen Kreuzigung Hilfe verweigerte. So die kurz erwähnte überlieferte Fassung des Begriffes. Auch nach dtv-Lexikon 1997. Später u.a. dichterisch belegt durch Ahasver, 1602, Goethe 1774, von Arnim 1811, P. Lagerkvist 1956 und St. Heym 1981. Letzterer benutzte für seinen E.J. den Namen des Autoren Ahasver. MEINE ERSTEN 2000 JAHRE, Autobiographie des Ewigen Juden" von G.S.VIERECK/P.ELDRIDGE aus dem Jahre 1928, eine moderne Fassung eines im gewissen Sinn utopischen Romans. Übersetzt von GUSTAV MEYRINCK. Der E.J. ist hier mehr eine starke, übermenschliche Persönlichkeit, vom Schicksal gezeichnet, Generation für Generation auf dieser Erde zu leben. Er lernt ihren Aberglauben, ihre Weisheiten und auch ihre Sünden kennen. Nach heutigen Auffassungen eine moderne Form der Unsterblichkeit, begründet in einem Schicksal, nicht in Drogen oder einer Digitalisierung, die Jetztzeit- Begründungen entsprechen.

AUTOR FREDERIK POHL, 1960 DRUNKHARDS WALK, dt. 1972 TOD DEN UNSTERBLICHEN. Politisch steriles Leben. Die Erwähnung von Städten auf dem Wasser, den TEXAs zeigen Zukunft. Im Vordergrund - Telepathie und Unsterblichkeit. Selbstmordgedanken des Helden. POHL charakterisiert an seltsamen, unerklärlichen Erlebnissen, die Karriere des 30jährigen Mathematikprofessors CORNUT. Immer wieder plagen ihn Selbstmordabsichten, deren er knapp vor der Verwirklichung gewahr wird und dadurch die Vollstreckung unterbinden kann. Er ertappte sich schon auf dem Fenstersims im Hochhaus stehend. EGERD, ein Freund und Student, passt nun auf ihn auf.

Doch dies genügt nicht, wie ein Morgen zeigt. CORNUT heiratet. Damit die Frau besser auf ihn aufpassen soll. Die Rolle der Frau ist dürftig ausgelegt. Sie soll aufpassen. 15 Selbstmordversuche hatte er schon. Doch er ist kein Einzelfall, hin und wieder haben sich andere schon zu Tode gebracht.

CORNUT arbeitet an den WOLGREN'schen Formeln zur Altersbestimmung und Volkszählung. Hierin liegt der Schlüssel. CORNUT's Logik bringt merkwürdige Zusammenhänge der Telepathie zu bestimmten Personen. Und der Präsident der Uni wird schließlich verdächtig, mit den Selbstmorden etwas gemein zu haben. CORNUT geht zu ihm. SANKT CYR will ihm gefährliche Forschung unterbinden, darum dreht sich das Buch.

Neben CORNUT weitere Unsterbliche, die nicht entdeckt werden dürfen, sie sind die Macht der Zukunft auf der Erde. CORNUT soll wegen seinem bedrohlichen Wissen für sie sterben, umnebelte Fassung. Telepathie und Selbstmordaufforderungen schaukeln sich sich in Gedanken hoch. Die Unsterblichen wollen jeden, der das Geheimnis kennt zu Tode bringen. Frau CORNUT's auch. Eine durch SANKT CYR initiierte Pockenseuche rafft viele Menschen dahin.

Panik bricht aus. CORNUT erkennt aber Zusammenhänge zu ihnen. Und schließlich bringt CORNUT den Polizisten RAHME dazu, die Dinge auch so zu sehen. Die geflohenen Unsterblichen werden entdeckt und dingfest gemacht. Ein Roman der "alten Schule". Klassiker.

AUTOR LARRY NIVEN, BRENNANS LEGENDE, 6.Roman Ringwelt-Universum, 1973, dt. 1999. Im Gegensatz zu RINGWELT-THRON, 5.Band. LARRY NIVENs Roman wirft Licht auf die rätselhafte Spezies der PAK, und deren Schlüsselrolle einnehmen. Ein PAK-Protector lebt 32.000 Jahre, er kümmert sich fast nur betreffs Überleben seiner Spezies, seines Clans. Seine Motivation ist Unterstützung. Die PAKs kennen drei Stadien in ihrem Leben: Kindheit, Brüterdasein, Protectorzeit. Die PAK-Zivilisation ist sehr alt.

Sie durchmaßen schon das Weltall, der Mensch war noch im Stadium des Pithecanthropus. Vor 2,5 Millionen Jahren begannen sie das Sonnensystem zu erobern. Hauptnahrung die Lebenswurzel. JACK BRENNAN wird von einem PAK-Schiff gekapert. Er ist Gefangener eines Protectors. JACK ist auch gezwungen von der Lebenswurzel des PAK zu essen.

Die Langlebigkeit ist den PAK auch nicht in die Wiege gelegt, erst der immerwährende Verzehr der Lebenswurzel macht dies möglich. Dies leitet jedoch, ohne sein Wissen, den Umwandlungsprozess zum Protector ein. JACK wird PAK-Protector, durch die Lebenswurzeler. JACK hat kein menschliches Aussehen mehr, er ist nun ein PAK, hat aber die Erinnerungen eines Menschen. Aus Zorn und aus Vorsicht, die menschliche Rasse könnte von den PAK vernichtet werden, dies erfuhr er aus den Plänen des Protectors, tötet JACK den PAK. Von nun an führt er ein Leben allein auf dem Asteroiden KOBOLD.

Sein Aussehen erregt Ekel, ihm selbst. Weitere Schiffe der PAK sind unterwegs. Wahrscheinlich mussten sie ihren Heimatplaneten evakuieren? Auf einer Außenstation, namens HOME, die mit Menschen besiedelt ist, streut JACK den Lebenswurzelsamen aus. Damit viele Menschen sich zu PAK umwandeln, den PAK sind die idealen Kämpfernaturen. JACK will die echten PAK abfangen. Das Ringweltuniversum gehört zu den interessantesten Entwürfen der Science Fiction, neben der FOUNDATION von ISAAC ASIMOV und dem WÜSTENPLANETEN des FRANK HERBERT. Alle drei sind mehrbändige Zyklen.

AUTOREN KIRILL BULYTSCHOW, GREG EGAN, MICHAEL SZAMEIT... DAS MARS-ELIXIER, dt. 1980, Einbruch einer Straße, Geheimgang, hinter der Tür im Regal dickbauchige Flaschen, dunkle Flüssigkeiten, nun gelagert im Museum.

GREG EGAN, PERMUTATION CITY, 1994, seine Version des Überlebens. Dt. 1995 CYBER-CITY, Hauptfigur Paul Durham, Konstruktion des künstlichen Lebens, Paul betreibt seine Kopie im Netz um durch Kommunikation mit dem ICH in diesem "Miethaus" die wahren Möglichkeiten und Existenzbedingungen zu erkunden. Gescannte Menschen (Kopien), ihr Bewusstsein, ihr Körper, ihre Seele, usw. notiert in Datenbanken, könnten ein Leben unabhängig vom äußeren Dasein betreiben. Auf diese Art werden Menschen wahrscheinlich unsterblich. Paul Durham ist Versicherungsbeauftragter. Nicht für Klein-Klein- Versicherungen, nein, sondern er versichert die Bosse und Manager großer Konzerne, die am Ende ihres Lebens angekommen sind, aber welche unbedingt weiterleben wollen und ihren Konzern dabei nicht aus der Hand geben. Durham garantiert ihnen im Netz ein Weiterleben, dafür zahlen sie gern sehr hohe Summen.

EGAN beweist dieses Autoversum ist ein Bündel Mathematik, Philosophie und Kunst. Ideenkonsum Hard-SF. POHL, VANCE, THURSTON), die Roboterisierung bei SKAL, Roboter, Androiden, Klone (bei MACLEOD, MORGAN, BANKS) und Scheintote (bei MCDONALD), Datennetze (bei SPINRAD, EGAN), ist ein stark verwendetes Thema der SF.

Langlebigkeit, Unsterblichkeit, von anderer Seite als biologischer bei MICHAEL SZAMEIT. Ein Zwitter-Thema, COPYWORLD, 1999, SZAMEIT digitalisiert das Bewusstsein und damit die geistige Existenz in einen anderen Körper, einen Klon, einer Maschine, einer Personen-Maschine. Trotzdem wieder wie GREG EGAN, KEN MACLEOD.

DER ÄLTESTE MYTHOS DER MENSCHHEIT - die Unsterblichkeit. In einer genverpfuschten Welt (eventuell analog zu BROSNAN, Himmelsherren) hat sich eine Nation von normalen Menschen zusammen gefunden und entwickelt Computer, durch die sie sich die Unsterblichkeit und die Befreiung vom Leiden des menschlichen Körpers für alle versprechen. Das Projekt COPYWORLD erweckt den fanatischen Glauben an die Digitalisierung des Menschen.

AUTOR PETER F. HAMILTON, MISSPENT YOUTH 2002, DER DIEB DER ZEIT, dies ist ein Buch mit einer Variante. England 2040. Der 78-jährige Wissenschaftler JEFF BAKER hat einen Speicherkristall erfunden, mit dem die Fortsetzung des Internet, Begriff Datasphere gemacht wurde. England genehmigt ihm zum Dank dafür die millionenschwere Verjüngungskur, welche die Wissenschaften der Genetik erfanden. JEFF wird ein Proband, niemand warnte ihn dazu. In achtzehn Monaten Einwirkung wird JEFF zum 20-jährigen. Folge - Jeff nimmt einem 18jährigen Sohn die Freundin weg, und betrügt seine Frau. Jeff nutzt seine Jugend-Kondition damit alle möglichen Frauen ins Bett zu kriegen. Dieses Drittel der Geschichte ist langweilig. Originell ist die Verjüngungsmethode, nicht der Roman. Am Schluss Jeffs plötzlicher Tod. Die mangelhafte Zellteilung aufgrund des Gen-Eingriffs. Man hatte glattweg den Test des Überlebens an ihm gemessen. Dieses zweite Leben ist verlebtes Leben, ohne Sinn.

Autor ANDREAS ESCHBACH, QUEST, Space Opera, dt. 2001, QUEST spielt im gleichen Universum wie auch schon HAARTEPPICHKNÜPFER. Das Ursprungsplaneten allen intelligenten Lebens wird gesucht. UNSTERBLICHKEIT, verwirklicht durch die Figur des unsterblichen SMEETH.

Ein tödlich-kranker Kapitän des Raumschiffes MEGATAO, der in Dauerbehandlung durch eine Heilerin steht, sucht im Auftrag seines Herrschers PANTAP. Dringender wohl noch, um seine Krankheit zu heilen? Ein Überfall auf das PANKRASHNARIUM und seine Dokumente, einem riesigen Wissensarchiv auf dem Planeten PANKRASH, das von Mönchen verwaltet und beschützt wird ist Vorspann der Geschichte.

Ein Überfall unter Führung dieses Kapitän EFTALAN QUEST. Später, finden sie den Heimatplaneten der YORSEN, diese haben sich allerdings vor vielen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden, aus der Galaxis zurückgezogen. Ihre Wissenschaften vermögen ganze Sonnensysteme zu evakuieren. Die Yorsen sind ein Volk von Riesen, und mit 4 Armen und 4 Beinen???? Deren Hauptschar ist in Kristallen von Nanomaschinen eingeschlossen. Quest bekommt den Hinweis nach dem Volk der MEM'TAIHI zu suchen. Das sollen nun endlich die gesuchten ERSTEN sein????