MITTWOCH.11.April.2018.(18.40.UHR.).


#MARS-VENUS-MOND-ZIVILISATIONEN Jahr 1897 bis Jahr 1999... SF-Romane von 19 Schriftstellern + Autoren im genannten ZEITRAUM.

Literarischer ANFANG der MARS-ZEITEN in den SF-Romanen bis zu Expeditionen im Sonnensystem, speziell häufig von/zum Planet MARS. Literatur-Start vom deutschen Schriftsteller KURD LASSWITZ im Jahr 1897 mit dem Roman AUF ZWEI PLANETEN. Beginn der Expeditionen, zuerst in anderer Richtung, nämlich von MARS-BEWOHNERN zum Planeten ERDE in rein friedlicher Absicht in der Arktis-Region. Besiedlung, Kolonisierung, literarisch später sehr häufig noch. Etwa nach dem Jahr 2000. Die moderne SICHT der Literaturen des Terraforming MARS + Planeten im SONNENSYSTEM für lebenswillkommene Besiedlung. Literatur ab Jahr 2000 im TEIL ZWEI der Erörterung DEMNÄCHST AUCH HIER.

Triebkraft -- ETWA die Motto-Frage -- Was liegt hinterm BLAUEN HORIZONT? -- Oder ganz allgemein: WAS WÄRE WENN? Die ersten Geschichten, oder Episoden, zu Sternen-Romanen der Menschen schreibt man allgemein einer SEHNSUCHT in die FERNE zu, Die SF-Literatur siedelt schon in jungen SF-Jahren Kolonisatoren auf dem Planet MARS an, auch auf Planet VENUS, und AUTOREN finden Möglichkeiten das Leben der SIEDLER angenehm zu gestalten für ihre Nachwuchs-Generationen, jedoch in strengen Lebensbedingungen. SF ist Phantasie-Literatur. REAL IST -- die Technik der Menschheit rückblickend reichte bisher bekanntlich nur für Expedition zum irdischen MOND.

Erster Schriftsteller, welcher MARSBEWOHNER beschrieb war KURD LASSWITZ(1848-1910) in Deutschland. Sein Roman AUF ZWEI PLANETEN, 1897 veröffentlicht, ein Roman mit rund 1.000 Seiten schildert das Abenteuer des Aufeinandertreffens zweier Zivilisationen, denn im ewigen Eis des irdischen Nordpols stößt eine Ballonexpedition auf die Bauten einer technisch hoch entwickelten außerirdischen Rasse: Marsianer haben unbemerkt von allen Astronomen, eine bemannte Station an der abgelegenen Stelle der Erde errichtet. Ihre Absichten sind friedlich, und der sich anbahnende Kontakt verspricht für die Erde einen ungeheuren kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwung, denn auf dem Mars sind alle sozialen und technischen Utopien der Menschheit längst Wirklichkeit geworden, doch die politisch zerrissene Erde ist nicht bereit für ein solches Paradies...

Kurz nach dem LASSWITZ-Roman veröffentlichte der Engländer HERBERT GEORGE WELLS(1866-1946) im Jahr 1898 den Roman(Art scientific romances) mit Titel WAR OF THE WORLDS. WELLS begründete mit seinen Romanen thematische Subgenres der Science Fiction. KRIEG DER WELTEN erschien 1901 in dt. Sprache. Aufgrund ihrer weit schwierigen Lebensbedingungen der Marsbewohner auf dem MARS, ja fast Leben in NOT, und doch technisch weiter entwickelt, so scheinbar getrieben entfachen sie den Krieg gegen die Erdbewohner. Die Marsleute haben ihren Feldzug vorher genau berechnet, ihre mathematischen Kenntnisse sind der unsrigen überlegen. Die Menschen erwähnen einen Meteorit stürzen zu sehen auf die ERDE, jedoch es war der Kriegsbeginn... wir, die Leser + Leserinnen des Romanes wissen, letztendlich sind die Marsleute alle gestorben aufgrund der irdischen Bakterienvölker, welche der Marsleute Immunsysteme nicht kompensieren konnten...

Innerhalb zweier Buchjahre 2 grundsätzlich andere Auffassungen bezüglich anderer Zivilisationen. Die friedliche ART und die kriegerische ART. Ein Schüler von Gymnasiallehrer KURD LASSWITZ im Gymnasium von Gotha war der Schriftsteller HANS DOMINIK(1872-1945). DOMINIK schrieb eine Erzählung mit Titel DIE REISE ZUM MARS, 1908, veröffentlicht als Band 29 der Reihe DAS NEUE UNIVERSUM. Die Erzählung: Im Jahr 2108 wurden durch Spektralanalyse auf dem MARS Wasser, Luft und grüne Vegetation nachgewiesen. Der Flug zum MARS wird möglich, denn ein Wissenschaftler entdeckte wie man die Schwerkraft-Wirkung der Materie entziehen kann. Ein kugelartiges Raumschiff bringt dadurch 2 Menschen zum Planet MARS. DOMINIK war von den Roman-Geschichten des KURD LASSWITZ begeistert, die Erzählung DOMINIKs war wohl beeinflusst von KURD LASSWITZ entstanden.

Erste FANTASY auf MARS-Bewohner schrieb der Schriftsteller EDGAR RICE BURROUGHS(1875-1974), USA, mit SF-Romanen: DIE PRINZESSIN DES MARS, 1925, und DIE GÖTTER DES MARS, 1925. BURROUGHS Phantasie war ebenso berühmt geworden mit unwirklichen Episoden purer PHANTASIE, wie schon vorher KARL MAY(1842-1912) mit der Semi-Phantastik der Indianer-Romane ab Jahr 1880. Man kann streiten ob dies eher Historie oder eher Phantasie sei, besucht hat MAY keine Indianerstämme wie seine Biografie zeigt, allgemein gilt das Wort Abenteuer-Romane sicher.

Einen einmaligen Ausflug zum MARS, aber doch ECHTER STILART der SCIENCE FICTION schrieb Schriftsteller WALTER VOLLMER(1903-1965) den Roman FLUG IN DIE STERNE, 1929. Expeditionen zum Mond, und zum Deimos. Eine Geschichte ohne großartige Bedeutung zur SF. Wohl nur Experiment, ein EINMAL-Versuch. Eigentlich schrieb VOLLMER Bergbaugeschichten, einen solchen Beruf hatte er erlernt + ausgeführt.

Parallel zu MARS-Romanen schrieb STANLEY G. WEINBAUM(1902-1935), USA, in der Erzählungs-Sammlung DIE WELTEN DES WENN, 1936, eine Ausgabe in der ehemaligen DDR 1988. Diese Sammlung ist zugleich eine Menagerie bizarrer + seltsamer Aliens. WEINBAUM spielte noch mit den Gedanken -- Es könnte ja Ureinwohner geben, in Analogie zum MARS-Roman des KURD LASSWITZ(... ).

Moderner, Natürlicher, Realistischer schrieb dann bereits RAY BRADBURY(1920-2012), USA, den Roman DIE MARS-CHRONIKEN, Original 1950. BRADBURY wird schon in die 2te Generation der MARS-Autoren zugerechnet. BRADBURY macht schon nach Eroberung die Urbanisierung des Mars, schildert MARS-Bewohner mit total exzentrischen Lebensweisen, Verhalten als Eigentum der anderen Zivilisation.

1953 veröffentlichten in den USA die beiden Schriftsteller FREDERIK POHL und CYRIL KORNBLUTH(1923-1958) den SF-Roman EINE HANDVOLL VENUS UND EHRBARE KAUFLEUTE. Charakteristik nach ONLINE-WIKIPEDIA: "Eine düstere Zukunftsvision einer überbevölkerten Erde, auf der die Masse der Menschen von den Führern weniger rivalisierender Großkonzerne unterdrückt wird". Protagonist ist der verkrüppelte Ein-Meer-Mann O'SHEA, gelandet auf der VENUS, überlebt er die Hitze und den athmosphärischen Überdruck der VENUS, ihm ist es daher möglich zur ERDE zurückzukehren.Den anderen Gelandeten gelingt das nicht. Mit O'SHEA propagiert die Gesellschaft den Aufbruch der Menschheit zur VENUS -- für wenige das große Geschäft des 21.Jahrhunderts.

Autor BERRY N. MALZBERG(*1939) -- DAS VENUS-TRAUMA, dt. 1975. VENUS-Zivilisation. Bevölkerungsexplosion auf der ERDE. Möglichkeiten zur Auswanderung, gewählt wird auch Planet VENUS, 2 Astronauten sollchen die Lebensmöglichkeiten erkunden. Die Sache verläuft planmäßig, so der Anschein, jedoch in der Rückkehrrakete ist nur ein Astronaut. Wo ist der Zweite verblieben? Und der Rückkehrer hat anscheinend den Verstand verloren? Ein Spannungsgeladener Roman...

Schriftsteller PHILIP JOSE FARMER(1918-2009) -- DER MONDKRIEG, dt. 1972. MOND-Zivilisation. Die Menschen der FARMER'sche MOND-ZIVILISATION sehen wie ihre HEIMAT-WELT ERDE stirbt. In den 1970er Jahren veröffentlichten viele Autoren WARN-LITERATUREN von/über den möglichen atomaren KRIEG(OST : WEST) der Kriegsmaschinerien der Regime der Erdbevölkerung. Die Gefahrenzeit des KALTEN KRIEGES(OST-WEST). Durch Kobaltbomben sterben mit einem Schlag 8 Milliarden Menschen. Die paar tausend Überlebenden der Spezies Homo Sapiens sind dadurch auch zum Tode verurteilt, wenn sie nicht schnerllstens zur Einigkeit finden, denn auch auf dem Mond sind fanatische Offiziere...

Der russische Schriftsteller DMITRI A. BILENKIN(1933-1987), Sowjetunion, sein Roman KIDNAPPED FÜR DEN MARS, wurde 1991 posthum, sozusagen nach-veröffentlicht in dt. Sprache mit Pseudonym PAWEL BAGRJAK. Geschildert werden mysteriöse Kindesentführungen, der Kommissar GARD ermittelt. Jedoch die Ermittlung wird gebremst. Alle gekidnappten Kinder haben einen bestimmten Chromosomentyp. GARD entdeckt in einem Versuchslabor die BLAUHÄUTIGEN, und ein tödliche Wettlauf beginnt...

Autor KIM STANLEY ROBINSON(*1952), USA, schrieb 1997-1999, eine großartige sehr detaillierte MARS-Trilogie. DER ROTE MARS __ DER BLAUE MARS -- DER GRÜNE MARS. Eroberung, Besiedlung, Terraforming des MARS. Seit WELLS 1898, in nahezu 101 Jahren veränderte sich die belletristische Betrachtungsweise des MARS-Geschehens. MARS-BESIEDLUNG völlig neu. Tätigkeiten der Expeditionen und Charakterisierung Bewohner des MARS. 1999 wusste die Welt, es gibt keine MARS-BEWOHNER, diesen FAKT kannten LASSWITZ und WELLS noch nicht sicher.

Schriftsteller PHILIP K. DICK(1928-1982) schildert in MARSIANISCHER ZEITSTURZ, 1964, nicht mehr eine Besiedlung, DICK kümmert sich bereits um diskrete Lebensvorgänge und Sorgen und Nöte der Marsbewohner, keine nervende getrennte Beobachtung der Ureinwohner und der Menschen auf dem MARS.

Autor ROBERT A. HEINLEIN(1907-1988) schildert im SF-Roman FREMDER IN EINER FREMDEN WELT, 1961, die komische Situation, ein Marsmensch gelangt auf die ERDE. Ohne das WORT ERSTKONTAKT zu benutzen, war diese Geschichte des völlig anderen Fremden aber Kontakt. Der Marsianer in friedlicher Absicht. Wie dorthin gelangt? Eventuell mittels Teleporation? er war eben plötzlich da. Die Literatur bietet NUN insgesamt breitere Möglichkeiten mit Expeditionen, der INNERSPACE eines Anderen. Und Heutzutage 2018 ist ein Besuch auf dem MARS noch immer Wunsch.

Schriftsteller BRIAN W. ALDISS(1925-2017) und Mathematiker + Kosmologe ROGER PENROSE(*1931) veröffentlichten gemeinsam den SF-Roman DER WEIßE MARS, dt. etwa 1980. Eine Utopie 21.Jahrhundert, auf Planeten MARS. Eine kleine Gruppe Wissenschaftler landet zu Forschungszwecken auf dem MARS. Jedoch alsbald bricht eine Katastrophe los und schneidet der Menschengruppe jeglische Kommunikation mit der ERDE ab. In dieser lebensfeindlichen Situation auf der MARS-Welt sind sie gezwungen eine völlig neue Art der Zivilisation zu entwickeln um Überleben zu können.

Autor BEN BOVA(*1932), USA, veröffentlichte in dt. Sprache den SF-Roman MARS, 1999. Das Abenteuer: Menschen wollen auf dem MARS landen, geschildert wird eine erste bemannte Mars-Mission, die Geschichte von menschlicher Größe und Tragik, von mysteriösen Funden, die auf früheres Leben lenken und von der unglaublichsten Entdeckung aller Zeiten. BOVA macht die heroische Schilderung der Expedition. Die Fortsetzung RÜCKKEHR ZUM MARS, dt. 2001, etliche Jahre nach den mysteriösen Funden auf dem Mars, macht sich eine zweite Expedition auf den Weg, um das Rätsel endgültig zu lösen. Das größte Abenteuer der Menschheitsgeschichte beginnt. ERICH von DÄNIKEN würde wohl sagen: "Die waren schon mal da"... solchen Effekt will BOVA erzielen.

Schriftsteller GREG BEAR(*1951), USA, veröffentlichte 1999 in dt. Sprache den SF-Roman HEIMAT MARS. Die Menschheit schuf sich mit Projekt Terraforming auf dem MARS eine 2te Heimat. Mit Beginn des 22.Jahrhunderts korrelieren, reiben, sich die Bewohner mit den Menschen der ERDE bereits in den unterschiedlichsten Lebensauffassungen.

Schriftsteller GREGORY BENFORD(*1941), schreibt im SF-Roman dt, Sprache DAS RENNEN ZUM MARS, 1999, seine Vision, die erste bemannte Mission zum MARS verläuft ganz anders, als sich das viele vorstellen, der irdischen NASA fehlt Geld für die MARS-Expedition, ein Preisgeld wird erhoben für Diejenigen, die zuerst Bodenproben vom MARS bringen. Der USA-Unternehmer John Axelrod wirbt Astronauten an und baut ein Schiff. Konkurrenz erwächst von einem chinesisch-europäischen Konsortium. Die Schiffe erreichen den Mars, die Astronauten nehmen Boden-Proben, die Rückkehr des Axelrods Raumschiff ist gefährdet, das Schiff ist schwer beschädigt, die Astronauten können nicht zurückkehren, ein Ersatzraumschiff von der ERDE könnte die Astronauten retten, aber Axelrod ist pleite und kann die Mission nicht finanzieren... das heißt, BENFORD schildert das banale finanzielle Problem, das aber eigentlich gar nicht so interessant ist...

Die zeitliche Aufeinanderfolge der veröffentlichten SF-Geschichten FLUG ZUM MARS zeigt eine logische STEIGERUNG der MARS-Problematik infolge der AUFGABEN und Entwicklung der TECHNIK. Ein TERRAFORMING hat Autor ROBINSON in seiner Trilogie wohl literarisch zuerst vorgenommen.